Wie viele Zecken tragen Borreliose- und FSME-Erreger in sich?

Eine wichtige Frage, wenn es darum geht das gesundheitliche Risiko eines Zeckenbisses zu bewerten, ist natürlich die danach, wie viele dieser unangenehmen Tiere überhaupt Borreliose und FSME-Erreger in sich tragen.

Es ist längst nicht jede Zecke, deren Stich schlimme Folgen für unsere Gesundheit haben muss. Die Gefahr nach einem Zeckenstich tatsächlich an Borreliose oder auch FSME zu erkranken ist doch deutlich geringer, als häufig befürchtet wird.

Denn es reicht längst nicht aus, Opfer einer Zecke zu werden, die Zecke muss eben auch den entsprechenden Virus in sich tragen. So tragen selbst in den deutschen FSME-Risikogebieten (die sich leider längst nicht mehr auf den Süden der Republik beschränken) nur wenige Zecken das FSME-Virus in sich. Laut Aussagen des Robert-Koch-Institutes sollen es nur 0,1 % bis 5 Prozent aller Zecken sein. Das wäre jede 1000 bis 20. Zecke. Allerdings sagt dies leider noch nichts über das Erkrankungsrisiko aus, oder wenn nur, dass eben nicht jeder Zeckenbiss auch zu einer Ansteckung führen muss.
Bei der Borreliose sieht es anders aus.

FSME-Virus: 0,1 bis 5 % aller Zecken in den deutschen FSME-Risikogebieten.
Borrelien: Bis zu 30 Proeznt aller Zecken sind Träger von Borrelien.

Zwar tragen bis zu 30 Prozent aller Zecken Borrelien (also in etwa jede dritte bis vierte Zecken kann diese Borrelien übertragen. Aber nicht jeder Biss führt zu einer Infektion, auch nicht, wenn die Zecke Borrelien übertragen könnte. Vor allem mit einer schnellen Entfernung der Zecke kann man das Ansteckungsrisiko mit Borreliose nach Zeckenbiss deutlich verringern. Beim FSME-Virus hat das schnelle Entfernen keine Auswirkungen, denn dieser Virus wird direkt nach dem Biss der Zecke auf den Menschen übertragen. Bei Borrelien kann es 12 Stunden, teilweise wird auch ein bis zwei Tage gesagt, dauern, bis die Zecke uns damit infiziert.

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